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Schlagwort: stadtrat

  • Die KandidatInnen stehen fest – KI wählt ihre „Macher-Liste“

    Die Kaufbeurer Initiative finalisierte nun ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2026. Das Besondere an der Liste: Auf dieser befinden sich 15 Geschäftsführer oder Selbstständige und KandidatInnen mit insgesamt 26 Vorstandsämtern. OB-Kandidat und 1. Vorsitzender Alexander Uhrle sprach daher von einer „wahren Macher-Liste“, die die richtige Einstellung mitbringt, Kaufbeuren positiv zu verändern. Der Altersdurchschnitt von 44,4 Jahren spiegele zudem eine Mischung aus Erfahrung und frischen Perspektiven wider. Auch die Verbundenheit zum gemeinnützigen Verein Hockey for Hope, welcher aus der Kaufbeurer Initiative entstand, ist weiter erkennbar – zählen sich 15 aktive Mitglieder und Vorstände zur Kandidatenliste der KI.

    Die Liste soll auch gleichzeitig ein Neustart für die Kaufbeurer Initiative sein. Der 2022 im Vereinsvorstand vollzogene Generationenwechsel spiegelt sich nun auch in der Kommunalwahl wider. Begleitet von einem Re-Branding, also einer Umgestaltung des kompletten Auftrittes der KI, ist dier Generationenwechsel auch visuell wahrnehmbar ist. Bei der außertourlichen Aufstellungsversammlung, diesmal an einem Freitag, während sonst Vereinstermine mittwochs sind, stimmten in der geheimen Blockwahl über alle 40 KandidatInnen und Ersatzleute über 94% der Wahlberechtigten für den Vorschlag. Die Versammlung im Gasthaus Belfort, dessen Betreiber Matko Cuturic ebenfalls kandidiert, wurde vom 2. Vorsitzenden Stephan Kopetzky und Stadtrat a. D. Ernst Holy geleitet.

    Inhaltlich unterstrich Uhrle erneut den überparteilichen Charakter des Vereins. Die KI sei – neben der GenerationKF – die einzige Liste, die ohne parteipolitische Bindung ausschließlich das Wohl der Stadt in den Mittelpunkt stelle. Das bisherige Leitmotiv „Das Beste für die Stadt“ hat somit nichts an Aktualität verloren.

    Für den Wahlkampf setzt die Kaufbeurer Initiative auf ein neues, prägnantes Motto: ‚Buron, aber …‘ – ein Slogan, der die besondere Identität der Stadt aufgreift und zugleich Raum für individuelle Themen der einzelnen Kandidat*innen lässt.

    Mit der überragenden Zustimmung und der breiten beruflichen wie gesellschaftlichen Verankerung ihrer KandidatInnen sieht sich die Kaufbeurer Initiative bestens für den Wahlkampf 2026 aufgestellt.

    Erste Einblicke in das Wahlprogramm wurden während der Versammlung gegeben; die vollständige Vorstellung erfolgt jedoch separat nach Fertigstellung. Hier möchte die Kaufbeurer Initiative ebenfalls neue Akzente setzen.

    Abgeschlossen wurde der Abend mit Planungen für die bevorstehende Lebende Krippe, welche dieses Jahr am 20. und 21. Dezember wieder Gelder für Bedürftige aus Stadt und Land sammelt.

    Die genaue Liste:

    ListenplatzNameVornameBeruf
    1UhrleAlexanderUnternehmensarchitekt; Geschäftsführender Gesellschafter „itletics“
    2KlauerRobertStraßenbauermeister; Geschäftsführer „Rehwald GmbH“
    3PotatschizAdrianaAusbildung zur Bankkauffrau
    4KärstKevinGeschäftsführer Kantine frisch & fair
    5MüllerMoreenPTA
    6HübnerPascalGeschäftsführer Agentur „impredia Design“
    7StauderAnnettePTA
    8MeylOliverGeschäftsführer Agentur „ilumy“
    9Dr. CiostoCorneliaChemikerin
    10SchwarzMichaelBestattermeister, Geschäftsführer „Trostschmiede“
    11Dr. SchalückMaxGymnasiallehrer
    12KopetzkyStephankfm. Angestellter / Betriebswirt
    13BredaJuliaMarketingleitung / Selbstständig
    14EllenriederJohannesSenior Account Manager
    15CuturicMatko-JosefSelbstst. Gastronom „Gasthaus Belfort“
    16GallwitzAlexanderBerater
    17StammJenniferPflegefachkraft / Altenpflegerin
    18StiehlerFalkSchreinermeister
    19EllenriederMarkusLehrer in Ruhestand
    20FeldmeierJürgenOberregierungsrat
    21BurnsMarenVerkäuferin
    22WinterhollerAlexAngestellter
    23SchulzUrsulaAssistentin der Geschäftsführung
    24FelchnerMark-OliverSelbstst. Verleger Felchner-Medien
    25PotatschizArturSelbstst. Kaufmann für Finanzen
    26GriegerGerhardSelbstst. Gastronom „Cafe Fünfknopfturm“
    27FischerGüntherSelbstst. Friseurmeister „Art of Hair“
    28BrunsMaikSystemanalyst / Musterprüfingenieur / Konfigurationsmanager
    29UhrleStefanieFörderschullehrerin
    30GallwitzSabineVerwaltungsangestellte
    31BrunsFinn-OliverSchüler
    32BurnsThomas-WilliamBauzeichner
    33EllenriederStephanieMedizinische Fachangestellte
    34ZappeJoshuaSelbstständiger SHK Meister Firma Zappe Sanitär
    35GriebelCarolinSelbstst. Make Up Artist
    36NeuriederJeannineHeilerziehungspflegerin, Glas- und Porzellanmalerin
    37BurnsTomRentner
    38GlöcknerStephanieLogopädin
    39AdolfChristianSelbstst. Medienunternehmer
    40SeydelGüschi, GüntherSelbstst. Eventmanager
  • Konzeptidee Innenstadt „NextGen“

    Vorwort

    Unser Fraktionsmitglied Alexander Uhrle ermüdete das Thema schon länger. Zwar wird viel geredet und teilweise auch gestritten, aber haben wir wirklich eine Bewegung in der Thematik? Alexander sah hier persönlich wenig. Daher hat er sich ein wenig Zeit genommen und ein paar Ideen und Gedanke zusammenfließen lassen um das Konzept „Innenstadt NextGen“ zu erstellen. Dieses Konzept basiert rein auf subjektiver Erfahrung und soll zunächst zum Nachdenken und Diskutieren anregen, daher wird es seitens der Kaufbeurer Initiative keinen konkreten Antrag hierzu geben. Es wird sicher einige Punkte haben, die diskussionswürdig sind, aber ist es nicht gerade dieser inhaltliche Austausch, der uns hier weiterbringen sollte? Ein „weiter so“ ist jedenfalls der denkbar schlechteste Weg. Es wird Zeit für Kaufbeuren, Mut zu beweisen, denn um den negativen Trend der Innenstadt voranzutreiben, reicht es allein schon, nichts zu tun. Den Rest erledigt der Wandel von allein.

    Kernziele des Konzeptes sind:

    • Reduktion sowie Verlangsamung des Fahrzeugverkehrs
    • Mehr Grün
    • Erweiterung der Bestuhlung der Gaststätten
    • Ausbau der Kaiser-Max-Straße als sozialen Hotspot

    Ausgangslage

    Die Ausgangslage sollte allgemein bekannt sein: Der Leerstand wird größer, es gibt nur noch wenige eigentümergeführte Geschäfte. Zwei der größten Einzelhändler in der Innenstadt, H&M und C&A sind in finanzieller Schieflage und schlossen bereits eine größere Anzahl an Filialen bzw. werden weitere schließen. Die Frage ist, wann Kaufbeuren hiervon betroffen sein wird.
    Größere Menschenmengen lassen sich nur durch Veranstaltungen in die Innenstadt locken, aber sind mehr Veranstaltungen auch ein permanentes Werkzeug?

    In Kaufbeuren gibt es verschiedene Ansichten: Die einen sagen, man müsse Autos aus der Innenstadt entfernen, die anderen sagen, dass die Autofahrer die letzte Konstante des Einzelhandels sind und man Parkplätze ggf. sogar ausbauen müsse. Wer hat aber Recht? Oder gibt es ggf. einen Mittelweg?

    Idee

    Die Entwicklung der Kaiser-Max-Straße als soziales Zentrum ohne den Verkehr vollständig auszusperren.

    Gerade Parkplätze nehmen in der Straße viel wertvollen Raum weg, der deutlich besser entwickelt werden könnte.

    Die Aufenthaltsqualität soll deutlich erhöht und die Besucher hierdurch zum Verweilen eingeladen werden. Ziel ist es, einen ansprechenden Bereich zu schaffen, in welchem die Bürgerinnen und Bürger ihre Zeit für soziale Interkation verbringen können. Sei es durch Flanieren, Nutzung der Gastro oder einem verbesserten Kulturprogramm.

    Aber wie könnte das aussehen?

    Veränderung allgemein

    Entfernung der meisten Parkplätze. Der gewonnene Platz dient der Aufwertung der Straße durch z. B. Bäume wie Platanen, analog Obstmarkt. Hierdurch soll eine angenehmere Atmosphäre geschaffen werden. Die Bäume spenden Schatten, die Aufenthaltsqualität wird erhöht. Sollte die Installation der Platanen aus gestalterischen oder Kostengründen nicht möglich sein, wäre eine mobile Lösung denkbar. Dies hätte bei der unteren Kaiser-Max-Straße den Vorteil, dass diese bei z. B. dem Tribünenaufbau entfernbar wären.

    Platanen erhöhen die Aufenthaltsqualität deutlich (Bild aus Troisdorf)

    Die Einfahrt in die Kaiser-Max-Straße wird durch eine Schranke an der Kreuzung Ludwigstraße / Sedanstraße geregelt. Diese soll nicht verhindern, dass man in die Kaiser-Max-Straße fahren kann, sondern die Zufahrt deutlich besser regulieren. Parkplätze sollen nicht gänzlich aus dem Bereich der Kaiser-Max-Straße verschwinden, sondern Kurzzeitparkplätze in der Sedanstraße und der oberen Kaiser-Max-Straße zur Verfügung stehen. Diese können sogar bis z. B. 15 Minuten kostenlos sein, darüber hinaus sollten die Minutenpreise so empfindlich sein, dass es attraktiver ist, in eines der näher liegenden Parkhäuser zu fahren. Dies lässt sich durch eine Schranke am besten regeln. Zudem sollen durch die Schranke die „Kreisfahrer“ massiv reduziert werden, wovon vielen es lediglich um das „gesehen werden“ geht. Gerade Letztere bringen der Innenstadt nur Nachteile.

    Die Fahrbahn soll zudem deutlich verengt werden, dass es nicht möglich ist, mal kurz stehen bleiben, sondern die Kurzzeitparkplätze zu nutzen sind. Für Lieferverkehr ist nur ein bestimmter Zeitraum, vorzugsweise vormittags, vorbehalten. Dieser müsste mit den Anliegern entsprechend geklärt werden.

    Bis auf die permanente Installation der Bäume ist das Konzept saisonal anpassbar. So könnte man z. B. außerhalb der gastronomisch relevanten Jahreszeiten die untere Kaiser-Max-Straße für den Verkehr freigegeben, oder aber auch den Gastronomiebereich für z. B. eine Erweiterung des Weihnachtsmarktes nutzen.

    Untere Kaiser-Max-Straße

    Untere Kaiser-Max-Straße (vor Rathaus)

    1. Installation einer Schranke, welche die Zufahrten deutlich besser reguliert.
    2. Installation offizieller Kurzzeitparkplätze in der Sedanstraße zum Be- und Entladen oder Erledigung sehr kurzer Besorgungen
    3. Das Abbiegen in der Kaiser-Max-Straße ist nur noch nach links möglich. Ausnahme könnte lediglich die Zufahrt zur Schlosserhalde für Anwohner sein
    4. Einrichtung eines großzügigen Gastro-Bereichs, welcher weit über den jetzigen Bereich hinaus geht. Ideal wäre es, wenn dieser von mehreren anliegenden Gastronomen betrieben wird.
    5. Permanente, jedoch entfernbare Kleinkunstbühne. Diese können Künstler buchen bzw. die Gastronomen können auf diese zurückgreifen. Durch eine entsprechende musikalische Umrahmung wird die Aufenthaltsqualität nochmals erhöht. Auch kann die Bühne bei Demonstrationen und Kundgebungen genutzt werden.
    6. Wendehammer für kurze Zufahrt in die Kaiser-Max-Straße. Über diesen hinaus ist eine Einfahrt in die Straße nicht möglich
    7. Kurzzeitparkplätze für Be- und Entladen oder kurze Besorgungen. Durch Verengung der Fahrbahn können Kurzzeitparkplätze geschaffen bzw. erhalten werden sowie der kleine Gastrobereich des Vinos erhalten bleiben.
      Absenkung des Bordsteins auf Seiten der Tourist-Info notwendig.

    Obere Kaiser-Max-Straße

    Obere Kaiser-Max-Straße

    • Entfernung der Parkplätze
    • Verengung der Fahrbahn auf eine Fahrspur. Hierdurch wird mehr Raum für Fußgänger und Gastronomie gewonnen bei gleichzeitiger Entschleunigung des Verkehrs und das Durchfahren der Kaiser-Max-Straße verliert an Attraktivität
    • Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zum Be- und Entladen oder sehr kurzer Besorgungen
    • Schranke für die Ausfahrt mit Kassenautomat zum Nachzahlen, sollte die kostenlose Parkzeit überschritten worden sein.

    Offene Punkte

    Im Zuge der Diskussionen innerhalb der Fraktion aber auch mit Dritten stellten sich aktuell drei offene Punkte heraus:

    • Ist das Anbringen einer Schranke rechtlich möglich?
    • Wie wird die Ausfahrt über die Schlosserhalde geregelt (ggf. über eine weitere Schranke?)
    • Die Absenkbarkeit des Bordsteins vor der Tourist info müsste geprüft werden.
  • Besuch Technologie-Transfer-Zentrum und Anregung Wertstoffinsel

    Vor der letzten Stadtratssitzung besuchten unsere Stadtratsmitglieder Robert Klauer und Alexander Uhrle den Vortrag von pro-micron und der Hochschule Kempten zum Thema Digitalisierung in der Zerspanung. Nachfolgend ein Eindruck von Alexander Uhrle

    Bevor es gestern zur Stadtratssitzung ging, luden die Hochschule Kempten und die Firma Pro-micron GmbH zur Vorstellung des neuen Technologie-Transfer-Zentrums für Digitalisierung in der Zerspanung ein. In einem Rohbau folgte ich bisher noch keinem Vortrag, dieser schuf aber eine interessante Atmosphäre auf Bevorstehendes: Man möchte in Kaufbeuren das Epi-Zentrum in diesem Sektor werden. Ich selbst dachte mir, was, laienhaft ausgedrückt, an dem Bohren von Löchern, außer der Maschinensteuerung schon groß digitalisiert werden kann, aber weit gefehlt: Durch die Anbringung von vielen Sensoren im Werkzeug wie dem Bohrkopf selbst und der Hilfe von Big Data, kann eine KI aus den Daten lesen, ob die Bohrung wie gewünscht abgelaufen ist oder das Werkzeug noch in Ordnung ist, was man meist nicht so einfach während des Betriebs erkennen kann. Dem entsprechend können z. B. weitere automatisierte Prozesse folgen. Die Schwierigkeit hier ist nicht nur das Anlernen der KI sondern auch das Verbauen der Sensoren, denn jeder kann sich vorstellen, wie die Bedingungen innerhalb eines Bohrers bei 21.000 Umdrehungen sind. Die Sensoren müssen aber zuverlässig liefern. Das ist wirklich sehr spannend was hier in Kaufbeuren passiert :-).

    Vielen Dank für den Vortrag an die Hochschule Kempten und pro-micron!

    In der darauffolgenden Stadtratssitzung regte Alexander Uhrle an, bei einer Verlagerung des Wertstoffhofes der Liegnitzer Straße, eine Wertstoffinsel dort einzurichten. Dies nahm die Verwaltung mit.