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Schlagwort: kaufbeuren

  • Zusammenarbeit von CSU, Freie Wählern und Kaufbeurer Initiative im Kaufbeurer Stadtrat

    Zusammenarbeit von CSU, Freie Wählern und Kaufbeurer Initiative im Kaufbeurer Stadtrat

    Bild: Julia von Stillfried

    Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung zwischen CSU, Freien Wählern und der Kaufbeurer Initiative beginnt für den Kaufbeurer Stadtrat eine neue Phase der verlässlichen Zusammenarbeit. Zudem gibt es künftig für die Kaufbeurer Initiative eine Fraktionsgemeinschaft mit der FDP, vertreten durch Sebastian Zajicek.

    Für die Kaufbeurer Initiative ist diese Vereinbarung ein wichtiger Schritt, um in den kommenden sechs Jahren gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt zu übernehmen. Ziel der Zusammenarbeit ist eine stabile, sachorientierte und lösungsorientierte Kommunalpolitik, die Kaufbeuren wirtschaftlich stärkt, die Lebensqualität sichert und die Herausforderungen der kommenden Jahre entschlossen angeht.

    Die ausführlichen Gespräche der vergangenen Wochen waren geprägt von gegenseitigem Respekt, konstruktivem Austausch und einem gemeinsamen Verständnis dafür, dass Kaufbeuren angesichts großer finanzieller, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen verlässliche Mehrheiten und klare politische Handlungsfähigkeit benötigt.

    Im Mittelpunkt der Vereinbarung stehen insbesondere:

    • eine solide Haushalts- und Finanzpolitik ohne strukturelle Neuverschuldung,
    • die aktive Förderung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen,
    • die Weiterentwicklung Kaufbeurens als attraktiver Wohn-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort,
    • Investitionen in (digitale) Infrastruktur und Verkehr,
    • die Stärkung von Sicherheit, Ordnung und Lebensqualität,
    • verantwortungsvolle Umwelt- und Energiepolitik
    • sowie eine transparente und bürgernahe Kommunalpolitik.

    Die Vereinbarung enthält zahlreiche Themen für die kommenden Jahre – von der Unterstützung großer Ansiedlungsprojekte über den Ausbau der Infrastruktur bis hin zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Hochschulentwicklung. Auch die Sicherung der kommunalen Daseinsvorsorge, die Weiterentwicklung der Innenstadt sowie die Förderung von Kultur und Sport spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Die Kaufbeurer Initiative bringt sich dabei weiterhin als unabhängige und bürgernahe Kraft in die gemeinsame Arbeit ein. Gleichzeitig soll die neue Kooperation dazu beitragen, wichtige Zukunftsentscheidungen im Stadtrat auf eine stabile Grundlage zu stellen und Projekte effizient umzusetzen.

    „In den Gesprächen der vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass uns bei vielen zentralen Zukunftsfragen gemeinsame Ziele verbinden“, erklärt KI-Fraktionssprecher Alexander Uhrle. „Die Vereinbarung schafft die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit im Interesse unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.“

    Auch die klare Abgrenzung gegenüber extremistischen Kräften ist Bestandteil der Vereinbarung. Die Partner bekennen sich ausdrücklich zu Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer politischen Kultur des respektvollen Miteinanders.

    Die neue Kooperation verfügt künftig über eine breite Mehrheit im Stadtrat und will zentrale Zukunftsprojekte gemeinsam voranbringen. Dazu zählen unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung Kaufbeurens, die Sicherung der Kliniken, die Unterstützung des Bundeswehrstandorts, der Ausbau der B12 sowie die Weiterentwicklung von Kultur, Sport und Innenstadt.

    Die Kaufbeurer Initiative bedankt sich bei der CSU und den Freien Wählern für die vertrauensvollen Gespräche der vergangenen Wochen und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle Kaufbeurens.

    Als Fraktionssprecher wurde Alexander Uhrle vorgestellt, vertreten durch Robert Klauer und Sebastian Zajicek.

    Die Kooperationsvereinbarung kann nachfolgend eingesehen werden.

  • Stellungnahme unseres Beauftragten Alexander Uhrle zur Auflösung des KFTS e. V.

    In der heutigen Sitzung des Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschuss wurde beschlossen, dass die Aufgaben im Rahmen des Betrauungsaktes des Kaufbeuren Tourismus und Stadtmarketing e. V. (KFTS) zum Ende des Jahres nicht verlängert werden und somit an die Stadt zurückgehen. Infolgedessen wird der Verein zum 31.12.2025 aufgelöst.

    Zunächst möchte die Kaufbeurer Initiative bei allen Beteiligten für das bisherige Engagement für die Stadt Kaufbeuren bedanken.

    In der Sitzung wurde eine Stellungnahme unseres 1. Vorsitzenden und Beauftragten „Digitale Stadt“, Alexander Uhrle, vorgelegt, welcher beruflich verhindert war. Diese findet sich nachfolgend:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    da ich heute aufgrund einer wichtigen Konferenz in Hamburg leider nicht persönlich anwesend sein kann – und auch in den kommenden Wochen stark eingebunden bin – melde ich mich auf diesem Weg in meiner Rolle als Beauftragter „Digitale Stadt“.

    Viele glauben noch immer, dass sich Digitalisierung nur auf IT-Themen beschränkt. Das ist ein großer Irrtum. Digitale Transformation betrifft längst unseren gesamten Alltag – auch Bereiche wie Tourismus und Stadtmarketing, in denen IT auf den ersten Blick keine Rolle spielt.

    Die Zeiten, in denen man mit Flyern, Plakaten oder vielleicht noch einem Messeauftritt auskam, sind vorbei. Social Media ist zwar nicht das einzige Werkzeug, aber inzwischen das wirksamste – und richtig genutzt auch das kostengünstigste. Einfach nur Beiträge zu posten, bringt allerdings wenig. Professionelle Agenturen raten von diesem unsystematischen Vorgehen ausdrücklich ab.

    Was es braucht, ist eine klare Gesamtstrategie. Eine, die nicht nur Tourismus oder Stadtmarketing einzeln betrachtet, sondern auch andere Bereiche wie Kultur einbindet – und dabei gezielt auf den Aufbau und die Verbreitung von Inhalten achtet.

    Gerade im Tourismus sehe ich – wie bereits in meinem letzten Jahresbericht erwähnt – große Defizite. Zwar gibt es mit „Kaufbeuren stellt sich vor“ ein gut gemachtes Format, doch es richtet sich in erster Linie, wie die meisten anderen Beiträge, an unsere Bürgerinnen und Bürger – nicht an Touristen und Auswärtige.

    Unser Ziel sollte u.a. sein, dass Kaufbeuren auch „instagramable“ wird – also so erlebbar und visuell attraktiv, dass Menschen Lust haben, Fotos zu machen und diese auch zu teilen. So können Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Touristen Inhalte aus der Stadt posten – das sorgt für mehr Reichweite und Sichtbarkeit.

    Das muss nicht teuer sein: Schon kleine, gut platzierte Fotopunkte mit Wiedererkennungswert können auf Social Media große Wirkung entfalten.

    Wichtig ist dabei aber: Es braucht eine zentrale Koordination. Alles – von der Gestaltung (CI) bis hin zum Einsatz von Apps – muss aus einem Guss kommen. Genau deshalb halte ich die heute zur Diskussion stehende Maßnahme für richtig – und ehrlich gesagt, für den einzigen zukunftsfähigen Weg.

    Unser Ziel muss sein, dass Touristen, wenn sie das Allgäu besuchen (möchten) sich an Kaufbeuren erinnern: „Ah ja, da hab ich was auf Social Media gesehen – das sah schön aus.“
    Vielleicht machen sie dann einen Abstecher zu uns – vielleicht sogar mit Übernachtung.
    Ob wir das allein mit klassischen Mitteln wie Plakaten oder Broschüren noch erreichen, bezweifle ich stark.

  • Die KandidatInnen stehen fest – KI wählt ihre „Macher-Liste“

    Die Kaufbeurer Initiative finalisierte nun ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2026. Das Besondere an der Liste: Auf dieser befinden sich 15 Geschäftsführer oder Selbstständige und KandidatInnen mit insgesamt 26 Vorstandsämtern. OB-Kandidat und 1. Vorsitzender Alexander Uhrle sprach daher von einer „wahren Macher-Liste“, die die richtige Einstellung mitbringt, Kaufbeuren positiv zu verändern. Der Altersdurchschnitt von 44,4 Jahren spiegele zudem eine Mischung aus Erfahrung und frischen Perspektiven wider. Auch die Verbundenheit zum gemeinnützigen Verein Hockey for Hope, welcher aus der Kaufbeurer Initiative entstand, ist weiter erkennbar – zählen sich 15 aktive Mitglieder und Vorstände zur Kandidatenliste der KI.

    Die Liste soll auch gleichzeitig ein Neustart für die Kaufbeurer Initiative sein. Der 2022 im Vereinsvorstand vollzogene Generationenwechsel spiegelt sich nun auch in der Kommunalwahl wider. Begleitet von einem Re-Branding, also einer Umgestaltung des kompletten Auftrittes der KI, ist dier Generationenwechsel auch visuell wahrnehmbar ist. Bei der außertourlichen Aufstellungsversammlung, diesmal an einem Freitag, während sonst Vereinstermine mittwochs sind, stimmten in der geheimen Blockwahl über alle 40 KandidatInnen und Ersatzleute über 94% der Wahlberechtigten für den Vorschlag. Die Versammlung im Gasthaus Belfort, dessen Betreiber Matko Cuturic ebenfalls kandidiert, wurde vom 2. Vorsitzenden Stephan Kopetzky und Stadtrat a. D. Ernst Holy geleitet.

    Inhaltlich unterstrich Uhrle erneut den überparteilichen Charakter des Vereins. Die KI sei – neben der GenerationKF – die einzige Liste, die ohne parteipolitische Bindung ausschließlich das Wohl der Stadt in den Mittelpunkt stelle. Das bisherige Leitmotiv „Das Beste für die Stadt“ hat somit nichts an Aktualität verloren.

    Für den Wahlkampf setzt die Kaufbeurer Initiative auf ein neues, prägnantes Motto: ‚Buron, aber …‘ – ein Slogan, der die besondere Identität der Stadt aufgreift und zugleich Raum für individuelle Themen der einzelnen Kandidat*innen lässt.

    Mit der überragenden Zustimmung und der breiten beruflichen wie gesellschaftlichen Verankerung ihrer KandidatInnen sieht sich die Kaufbeurer Initiative bestens für den Wahlkampf 2026 aufgestellt.

    Erste Einblicke in das Wahlprogramm wurden während der Versammlung gegeben; die vollständige Vorstellung erfolgt jedoch separat nach Fertigstellung. Hier möchte die Kaufbeurer Initiative ebenfalls neue Akzente setzen.

    Abgeschlossen wurde der Abend mit Planungen für die bevorstehende Lebende Krippe, welche dieses Jahr am 20. und 21. Dezember wieder Gelder für Bedürftige aus Stadt und Land sammelt.

    Die genaue Liste:

    ListenplatzNameVornameBeruf
    1UhrleAlexanderUnternehmensarchitekt; Geschäftsführender Gesellschafter „itletics“
    2KlauerRobertStraßenbauermeister; Geschäftsführer „Rehwald GmbH“
    3PotatschizAdrianaAusbildung zur Bankkauffrau
    4KärstKevinGeschäftsführer Kantine frisch & fair
    5MüllerMoreenPTA
    6HübnerPascalGeschäftsführer Agentur „impredia Design“
    7StauderAnnettePTA
    8MeylOliverGeschäftsführer Agentur „ilumy“
    9Dr. CiostoCorneliaChemikerin
    10SchwarzMichaelBestattermeister, Geschäftsführer „Trostschmiede“
    11Dr. SchalückMaxGymnasiallehrer
    12KopetzkyStephankfm. Angestellter / Betriebswirt
    13BredaJuliaMarketingleitung / Selbstständig
    14EllenriederJohannesSenior Account Manager
    15CuturicMatko-JosefSelbstst. Gastronom „Gasthaus Belfort“
    16GallwitzAlexanderBerater
    17StammJenniferPflegefachkraft / Altenpflegerin
    18StiehlerFalkSchreinermeister
    19EllenriederMarkusLehrer in Ruhestand
    20FeldmeierJürgenOberregierungsrat
    21BurnsMarenVerkäuferin
    22WinterhollerAlexAngestellter
    23SchulzUrsulaAssistentin der Geschäftsführung
    24FelchnerMark-OliverSelbstst. Verleger Felchner-Medien
    25PotatschizArturSelbstst. Kaufmann für Finanzen
    26GriegerGerhardSelbstst. Gastronom „Cafe Fünfknopfturm“
    27FischerGüntherSelbstst. Friseurmeister „Art of Hair“
    28BrunsMaikSystemanalyst / Musterprüfingenieur / Konfigurationsmanager
    29UhrleStefanieFörderschullehrerin
    30GallwitzSabineVerwaltungsangestellte
    31BrunsFinn-OliverSchüler
    32BurnsThomas-WilliamBauzeichner
    33EllenriederStephanieMedizinische Fachangestellte
    34ZappeJoshuaSelbstständiger SHK Meister Firma Zappe Sanitär
    35GriebelCarolinSelbstst. Make Up Artist
    36NeuriederJeannineHeilerziehungspflegerin, Glas- und Porzellanmalerin
    37BurnsTomRentner
    38GlöcknerStephanieLogopädin
    39AdolfChristianSelbstst. Medienunternehmer
    40SeydelGüschi, GüntherSelbstst. Eventmanager
  • Konzeptidee Innenstadt „NextGen“

    Vorwort

    Unser Fraktionsmitglied Alexander Uhrle ermüdete das Thema schon länger. Zwar wird viel geredet und teilweise auch gestritten, aber haben wir wirklich eine Bewegung in der Thematik? Alexander sah hier persönlich wenig. Daher hat er sich ein wenig Zeit genommen und ein paar Ideen und Gedanke zusammenfließen lassen um das Konzept „Innenstadt NextGen“ zu erstellen. Dieses Konzept basiert rein auf subjektiver Erfahrung und soll zunächst zum Nachdenken und Diskutieren anregen, daher wird es seitens der Kaufbeurer Initiative keinen konkreten Antrag hierzu geben. Es wird sicher einige Punkte haben, die diskussionswürdig sind, aber ist es nicht gerade dieser inhaltliche Austausch, der uns hier weiterbringen sollte? Ein „weiter so“ ist jedenfalls der denkbar schlechteste Weg. Es wird Zeit für Kaufbeuren, Mut zu beweisen, denn um den negativen Trend der Innenstadt voranzutreiben, reicht es allein schon, nichts zu tun. Den Rest erledigt der Wandel von allein.

    Kernziele des Konzeptes sind:

    • Reduktion sowie Verlangsamung des Fahrzeugverkehrs
    • Mehr Grün
    • Erweiterung der Bestuhlung der Gaststätten
    • Ausbau der Kaiser-Max-Straße als sozialen Hotspot

    Ausgangslage

    Die Ausgangslage sollte allgemein bekannt sein: Der Leerstand wird größer, es gibt nur noch wenige eigentümergeführte Geschäfte. Zwei der größten Einzelhändler in der Innenstadt, H&M und C&A sind in finanzieller Schieflage und schlossen bereits eine größere Anzahl an Filialen bzw. werden weitere schließen. Die Frage ist, wann Kaufbeuren hiervon betroffen sein wird.
    Größere Menschenmengen lassen sich nur durch Veranstaltungen in die Innenstadt locken, aber sind mehr Veranstaltungen auch ein permanentes Werkzeug?

    In Kaufbeuren gibt es verschiedene Ansichten: Die einen sagen, man müsse Autos aus der Innenstadt entfernen, die anderen sagen, dass die Autofahrer die letzte Konstante des Einzelhandels sind und man Parkplätze ggf. sogar ausbauen müsse. Wer hat aber Recht? Oder gibt es ggf. einen Mittelweg?

    Idee

    Die Entwicklung der Kaiser-Max-Straße als soziales Zentrum ohne den Verkehr vollständig auszusperren.

    Gerade Parkplätze nehmen in der Straße viel wertvollen Raum weg, der deutlich besser entwickelt werden könnte.

    Die Aufenthaltsqualität soll deutlich erhöht und die Besucher hierdurch zum Verweilen eingeladen werden. Ziel ist es, einen ansprechenden Bereich zu schaffen, in welchem die Bürgerinnen und Bürger ihre Zeit für soziale Interkation verbringen können. Sei es durch Flanieren, Nutzung der Gastro oder einem verbesserten Kulturprogramm.

    Aber wie könnte das aussehen?

    Veränderung allgemein

    Entfernung der meisten Parkplätze. Der gewonnene Platz dient der Aufwertung der Straße durch z. B. Bäume wie Platanen, analog Obstmarkt. Hierdurch soll eine angenehmere Atmosphäre geschaffen werden. Die Bäume spenden Schatten, die Aufenthaltsqualität wird erhöht. Sollte die Installation der Platanen aus gestalterischen oder Kostengründen nicht möglich sein, wäre eine mobile Lösung denkbar. Dies hätte bei der unteren Kaiser-Max-Straße den Vorteil, dass diese bei z. B. dem Tribünenaufbau entfernbar wären.

    Platanen erhöhen die Aufenthaltsqualität deutlich (Bild aus Troisdorf)

    Die Einfahrt in die Kaiser-Max-Straße wird durch eine Schranke an der Kreuzung Ludwigstraße / Sedanstraße geregelt. Diese soll nicht verhindern, dass man in die Kaiser-Max-Straße fahren kann, sondern die Zufahrt deutlich besser regulieren. Parkplätze sollen nicht gänzlich aus dem Bereich der Kaiser-Max-Straße verschwinden, sondern Kurzzeitparkplätze in der Sedanstraße und der oberen Kaiser-Max-Straße zur Verfügung stehen. Diese können sogar bis z. B. 15 Minuten kostenlos sein, darüber hinaus sollten die Minutenpreise so empfindlich sein, dass es attraktiver ist, in eines der näher liegenden Parkhäuser zu fahren. Dies lässt sich durch eine Schranke am besten regeln. Zudem sollen durch die Schranke die „Kreisfahrer“ massiv reduziert werden, wovon vielen es lediglich um das „gesehen werden“ geht. Gerade Letztere bringen der Innenstadt nur Nachteile.

    Die Fahrbahn soll zudem deutlich verengt werden, dass es nicht möglich ist, mal kurz stehen bleiben, sondern die Kurzzeitparkplätze zu nutzen sind. Für Lieferverkehr ist nur ein bestimmter Zeitraum, vorzugsweise vormittags, vorbehalten. Dieser müsste mit den Anliegern entsprechend geklärt werden.

    Bis auf die permanente Installation der Bäume ist das Konzept saisonal anpassbar. So könnte man z. B. außerhalb der gastronomisch relevanten Jahreszeiten die untere Kaiser-Max-Straße für den Verkehr freigegeben, oder aber auch den Gastronomiebereich für z. B. eine Erweiterung des Weihnachtsmarktes nutzen.

    Untere Kaiser-Max-Straße

    Untere Kaiser-Max-Straße (vor Rathaus)

    1. Installation einer Schranke, welche die Zufahrten deutlich besser reguliert.
    2. Installation offizieller Kurzzeitparkplätze in der Sedanstraße zum Be- und Entladen oder Erledigung sehr kurzer Besorgungen
    3. Das Abbiegen in der Kaiser-Max-Straße ist nur noch nach links möglich. Ausnahme könnte lediglich die Zufahrt zur Schlosserhalde für Anwohner sein
    4. Einrichtung eines großzügigen Gastro-Bereichs, welcher weit über den jetzigen Bereich hinaus geht. Ideal wäre es, wenn dieser von mehreren anliegenden Gastronomen betrieben wird.
    5. Permanente, jedoch entfernbare Kleinkunstbühne. Diese können Künstler buchen bzw. die Gastronomen können auf diese zurückgreifen. Durch eine entsprechende musikalische Umrahmung wird die Aufenthaltsqualität nochmals erhöht. Auch kann die Bühne bei Demonstrationen und Kundgebungen genutzt werden.
    6. Wendehammer für kurze Zufahrt in die Kaiser-Max-Straße. Über diesen hinaus ist eine Einfahrt in die Straße nicht möglich
    7. Kurzzeitparkplätze für Be- und Entladen oder kurze Besorgungen. Durch Verengung der Fahrbahn können Kurzzeitparkplätze geschaffen bzw. erhalten werden sowie der kleine Gastrobereich des Vinos erhalten bleiben.
      Absenkung des Bordsteins auf Seiten der Tourist-Info notwendig.

    Obere Kaiser-Max-Straße

    Obere Kaiser-Max-Straße

    • Entfernung der Parkplätze
    • Verengung der Fahrbahn auf eine Fahrspur. Hierdurch wird mehr Raum für Fußgänger und Gastronomie gewonnen bei gleichzeitiger Entschleunigung des Verkehrs und das Durchfahren der Kaiser-Max-Straße verliert an Attraktivität
    • Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen zum Be- und Entladen oder sehr kurzer Besorgungen
    • Schranke für die Ausfahrt mit Kassenautomat zum Nachzahlen, sollte die kostenlose Parkzeit überschritten worden sein.

    Offene Punkte

    Im Zuge der Diskussionen innerhalb der Fraktion aber auch mit Dritten stellten sich aktuell drei offene Punkte heraus:

    • Ist das Anbringen einer Schranke rechtlich möglich?
    • Wie wird die Ausfahrt über die Schlosserhalde geregelt (ggf. über eine weitere Schranke?)
    • Die Absenkbarkeit des Bordsteins vor der Tourist info müsste geprüft werden.
  • 31. Lebende Krippe

    Am 21. und 22. Dezember ist es wieder soweit: Die 31. Ausgabe der „Lebenden Krippe“ findet im Kaufbeurer Märzenburgwald statt. Die erstmals 1991 von der Kaufbeurer Initiative (KI) ins Leben gerufene Benefiz-Veranstaltung sammelt mit diesem kostenfreien Event Spenden für Bedürftige aus Stadt und Land wie z. B. der Armenspeisung des Crescentiaklosters, Urlaub ohne Koffer oder der Wärmestube. Dank der Unterstützung der Besucher konnten in den vergangenen Jahren bereits fast 90.000 Euro zusammengetragen werden.

    Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Die aktuelle Lage ist der Kaufbeurer Initiative bewusst, wodurch man sich, trotz teils massiver Preiserhöhungen, dafür entschieden hat, die Preise weiterhin seit 2019 stabil zu halten. Hierdurch ergeben sich besonders familienfreundliche Preise für Speisen und Getränke wie Bratwurst, Kuchen, Punsch oder Glühwein. Zwar ist der Verkauf ein wichtiger Faktor für die finalen Spenden, jedoch soll die Lebende Krippe auch eine Veranstaltung für diejenigen sein, denen es finanziell weniger gut geht, denn die Kaufbeurer Initiative möchte ALLEN eine Auszeit in der stressigen Vorweihnachtszeit schenken.
    Der Verkauf erfolgt ausschließlich am Beginn des etwa 1,5 Kilometer langen Weges, der vom Märzenburgweg bis zur Krippe führt. Den romantischen Pfad durch den hoffentlich verschneiten Wald kann man entweder zu Fuß, gerne auch mit einer Fackel in der Dämmerung, oder bequem per Kutsche zurücklegen. Sollte es das Wetter zulassen, ist es für Kinder ein besonderer Spaß, mit einem Schlitten zur Krippe gezogen zu werden.

    Rund 90 Mitglieder der KI sind nötig, um den jährlich über 10.000 Besuchern ein stimmungsvolles vorweihnachtliches Erlebnis zu ermöglichen. Besonders schön ist das generationsübergreifende Engagement – bei einigen Familien wirken bereits drei Generationen mit. Im Krippenstadel erwarten die Besucher Maria, Josef und das Jesuskind, während Ochs und Esel wohltuende Wärme spenden. Hirten versammeln sich am Feuer, und stündlich wird die Verkündigung vorgelesen. Im Herbst 2023 wurde die Krippe nach über 30 Jahren umfassend saniert und 2024 nochmals „aufpoliert“, wobei der äußere Charme eines alten Stalls erhalten blieb, während u.a. die tragenden Elemente erneuert wurden, um die nächsten Jahre zu sichern. Hierfür wurden keinerlei Gelder aus den Umsätzen der Lebenden Krippe verwendet, sondern ausschließlich das Vereinsvermögen der Kaufbeurer Initiative e. V..

    Die „Lebende Krippe“ ist an beiden Tagen von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Da es keinen Ersatztermin gibt und die Veranstaltung stark wetterabhängig ist, wird empfohlen, vor dem Besuch die Webseite www.lebendekrippe.de für aktuelle Informationen zu prüfen. Weitere Informationen gibt es zusätzlich auf www.kaufbeurer-initiative.de oder auf Instagram @kaufbeurer.intiative / facebook @kfinitiative

  • KI nominiert Alexander Uhrle als OB Kandidaten 2026

    Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung der Kaufbeurer Initiative e. V. kam es zu einem Novum, zumindest im neuen Jahrtausend: Die Aufstellungsversammlung eines OB-Kandidaten. Die Kaufbeurer Initiative stellte erst ein einziges Mal einen OB-Kandidaten, 1992 mit Bernhard Wachter. Die damalige OB-Wahl, bei welcher Wachter in die Stichwahl gegen Dr. Andreas Knie (damals FW) kam, gilt auch als politischer Grundstein der Kaufbeurer Initiative. 34 Jahre später, im März 2026 soll es nun wieder einen Kandidaten geben.

    Bei der Aufstellungsversammlung wurde hierzu der 1. Vorsitzende und Stadtrat der KI, Alexander Uhrle, nominiert und mit 54 von 54 abgegebenen Stimmzetteln gewählt. In seiner Kandidatenvorstellung zeigte Alexander Uhrle, wie sein Erfahrungen als Enterprise Architect auch der Stadt Kaufbeuren nutzen könnten. Ein Steckbrief ist nachfolgend zu finden.

    Nach der Aufstellungsversammlung wurden auch die bisherigen Kandidat*innen vorgestellt. Unter ihnen befinden sich, neben dem bisherigen Stadtrat Robert Klauer, die Stadtgrößen Dieter Schaurich (Schaurich Werbung, DJ & Musiker bei Mauke), Markus Mölzer (ehem. Betreiber Roundhouse & Dicker Hund, Veranstalter Altstadtsommer), Kevin Kärst (Kantine frisch & fair), Oliver Meyl (Fa. Ilumy, Vorstand ESVK e. V.), Günther Fischer (Art of Hair) und Jürgen Feldmeier (1. Vorstand TV Neugablonz). Zudem stellten sich auszugsweise auch Moreen Müller (2. Vorsitzende Kinderschutzbund & Gesamtelternbeiratsvorsitzende), Annette Stauder, Johannes Ellenrieder (künftiger Schatzmeister der KI), Dr. Cornelia Ciosto und Gerhard Seidl (Spengelleiter Soldatenkameradschaft) vor. Während die amtierenden Stadträte Ernst Holy und Werner Stumpe nicht mehr zur Wahl stehen, möchte Robert Klauer noch mindestens sechs weitere Jahre Kaufbeuren als Stadtrat unterstützen. Bei der Kandidatenliste der KI zeigt sich, dass sich diese wie bisher durch besonders viele ehrenamtlich Engagierte auszeichnet. Außerdem wurde mitgeteilt, dass die Liste der KI noch nicht vollständig und somit weiterhin für Interessierte und Engagierte offen ist.

    Steckbrief Alexander Uhrle
    – Geboren 1983 in Kaufbeuren
    – Verheiratet mit Frau Stefanie (Lehrerin), zwei Kinder
    – Beruf: Enterprise Architect beim Industrie & Automotive Konzern Schaeffler (Herzogenaurach) in der CEO Function „Strategic Digitalization“ unter CEO Klaus Rosenfeld. Zuvor u.a. Leiter & Gründer Enterprise Architecture beim Logistiker DACHSER, Global Head of Infrastructure & Workplace Services beim Laborkonzern SYNLAB und Unternehmensberater beim franz. Orange Konzern (Orange Business Services) mit Tätigkeiten für u.a. die HSH NORDBANK und die Europäische Zentralbank sowie weltweiter Einsätze wie z. B. Hongkong, Seoul, Taipei oder Sao Paulo.
    Zudem Gründer und geschäftsführender Gesellschafter beim Kaufbeurer Startup itletics UG
    – Ehrenamt: Gründer & 1. Vorsitzender Hockey for Hope e. V., 1. Vorsitzender Kaufbeurer Initiative e. V., Stadtrat (seit 2019) & Beauftragter „Digitale Stadt“, Vorstandsmitglied Rotary Club Kaufbeuren-Ostallgäu. Ehemalige Ehrenämter wie z. B. Vorstandsmitglied ESV Kaufbeuren e. V., Eishockeytrainer beim ESVK & EV Königsbrunn
    Weitere Infos finden sich auf https://www.uhrle.com

  • Besuch Technologie-Transfer-Zentrum und Anregung Wertstoffinsel

    Vor der letzten Stadtratssitzung besuchten unsere Stadtratsmitglieder Robert Klauer und Alexander Uhrle den Vortrag von pro-micron und der Hochschule Kempten zum Thema Digitalisierung in der Zerspanung. Nachfolgend ein Eindruck von Alexander Uhrle

    Bevor es gestern zur Stadtratssitzung ging, luden die Hochschule Kempten und die Firma Pro-micron GmbH zur Vorstellung des neuen Technologie-Transfer-Zentrums für Digitalisierung in der Zerspanung ein. In einem Rohbau folgte ich bisher noch keinem Vortrag, dieser schuf aber eine interessante Atmosphäre auf Bevorstehendes: Man möchte in Kaufbeuren das Epi-Zentrum in diesem Sektor werden. Ich selbst dachte mir, was, laienhaft ausgedrückt, an dem Bohren von Löchern, außer der Maschinensteuerung schon groß digitalisiert werden kann, aber weit gefehlt: Durch die Anbringung von vielen Sensoren im Werkzeug wie dem Bohrkopf selbst und der Hilfe von Big Data, kann eine KI aus den Daten lesen, ob die Bohrung wie gewünscht abgelaufen ist oder das Werkzeug noch in Ordnung ist, was man meist nicht so einfach während des Betriebs erkennen kann. Dem entsprechend können z. B. weitere automatisierte Prozesse folgen. Die Schwierigkeit hier ist nicht nur das Anlernen der KI sondern auch das Verbauen der Sensoren, denn jeder kann sich vorstellen, wie die Bedingungen innerhalb eines Bohrers bei 21.000 Umdrehungen sind. Die Sensoren müssen aber zuverlässig liefern. Das ist wirklich sehr spannend was hier in Kaufbeuren passiert :-).

    Vielen Dank für den Vortrag an die Hochschule Kempten und pro-micron!

    In der darauffolgenden Stadtratssitzung regte Alexander Uhrle an, bei einer Verlagerung des Wertstoffhofes der Liegnitzer Straße, eine Wertstoffinsel dort einzurichten. Dies nahm die Verwaltung mit.

  • Haushaltsrede 2021



    Leider ist Corona aktuell und vermutlich noch einige Zeit das bestimmende Thema. Die Bekämpfung dieser Pandemie verlangt von der gesamten Gesellschaft Opfer, insbesondere sind Einzelhandel, Gaststätten, Künstler  und Vereine schwer betroffen. Viele stehen vor einem Scherbenhaufen, sind verschuldet oder am Existenzminimum angekommen.

    An den Schulen und Kindergärten stellen die wechselnden Schutzmaßnahmen die Nerven der Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrern und der Eltern auf die Probe. Das Hin und Her brachte Verunsicherung, und es kamen die Schwachstellen der Digitalisierung schmerzlich zu Tage.

    Die Digitalisierung, der besonders in Deutschland bisher zu wenig Beachtung geschenkt wurde, steht spätestens seit der Pandemie im Mittelpunkt. Kaufbeuren hat hier bereits wichtige Weichen gestellt und wir gehen diesen Bereich ambitionierter an als andere Kommunen. Natürlich kosten Veränderung und Fortschritt zunächst Geld bevor es zu einem Benefit kommt. Dennoch ist die Finanzierung nur ein Zahnrad von vielen. Mindestens genauso wichtig ist es, dass die Digitalisierung auch angenommen, gelebt und durch Kreativität weiterentwickelt wird. Dies ist einerseits Aufgabe des Stadtrates und der Verwaltung, aber auch die engagierte Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger wird hier Kaufbeuren effektiv voran bringen.

    Unserem OB gelang es mit seiner medialen Präsenz unter dem Motto „Neues vom OB“ die Bürgerinnen und Bürger über die aktuelle Entwicklung zu informieren. Damit schuf er Akzeptanz und Transparenz in der Pandemie.

    Dies gelang Bund und Land leider nicht.

    Die 15 Kilometer-Zone wurde eingeführt und wieder abgeschafft. Ebenso das Hin und Her bei der schwer verständlichen Besuchsregelung für 1 Person. Dann wurden die Impfzentren durch die Kommunen in kürzester Zeit fertiggestellt und jetzt warten wir auf den Impfstoff. Und vom Inzidenzdurcheinander ganz zu schweigen.

    Das führt selbst bei Befürwortern der Coronamaßnahmen zur Verunsicherung und nährt Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben den Eindruck: Komplizierter geht’s nimmer.

    Ein Zitat zum Thema Corona:

    „Schwachstellen in unseren Gesellschaften sind sichtbar geworden. Fehler wurden gemacht und die Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig. Prozesse sind oft sehr bürokratisch und dauern zu lange. Daran haben wir also noch zu arbeiten.“

    Von wem? Dieses Zitat stammt von unserer Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim digitalen Weltwirtschaftsforum Ende Januar dieses Jahres. Ich lasse es einfach mal so stehen.

    Zur Stadt Kaufbeuren:

    Unser Investitionsvolumen bis 2024 liegt zuzüglich des Mittelübertrags gesamt bei ca 137 Mio €. Das ist das richtige Signal in der coronagebeutelten Zeit und wir stehen dazu, gerade jetzt an den Investitionsentscheidungen festzuhalten.

    Der größte Brocken davon geht in Baumaßnahmen.

    Davon gehen ca. 39 Mio € in unsere Schulen. Und hier zeigt sich wie ernst die Stadt Kaufbeuren den Begriff „Schulstadt“ nimmt. Darunter fallen der Neubau der Turnhalle Krautlussweg, PV-Anlage an der Adalbert-Stifter Schule, der Ausbau zur Ganztagsschule der  Gustav-Leutelt-Schule, Erweiterung der Beethoven-Schule, die Generalsanierung des Jakob-Brucker-Gymnasiums und die energetische Sanierung der Ludwig-Reinhard-Schule.

    Zur Familienstadt Kaufbeuren gehört ein passendes Angebot von Kindertagesstätten für die wachsende Kinderzahl. Dem kommt die Stadt Kaufbeuren durch zahlreiche Baumaßnahmen i. H. v. ca. 14 Mio € nach. Sei es durch  die Sanierung, Erweiterung oder den Neubau unserer Kindertagesstätten Leinauer Hang, Grünwalder Str., Jeschkenweg, Kinderhaus am Freibad NG um nur einige zu nennen. Dazu kommen die Zuschüsse für Baumaßnahmen an die freien Träger im zweistelligen Millionenbereich.

    Wir denken, dass wir damit für die Zukunft unserer Familien gut aufgestellt sind.

    Dringend notwendig sehen wir auch die ca. 21  Mio € für  Kanal- und Straßenbaumaßnahmen, zumal durch die Abdichtung maroder Kanalrohre auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird.
    Wünschenswert wäre es, einen möglichst großen Teil der kommunalen Bauinvestitionen durch regionale Firmen ausführen zulassen und damit zur Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort beizutragen. Darüber hinaus fließt dann mit der Gewerbesteuer und Teilen der Einkommens- und Lohnsteuer ein nicht unerheblicher Teil des investierten Geldes wieder in die Stadtkasse zurück.

    Ärgerlich ist die Situation unseres Bahnhofes. Seit über 10 Jahren fordern wir die Barrierefreiheit und die optische Aufwertung. Es passierte nichts. Die Bahn hat ihren Kredit verspielt. Jetzt ist dank unseres  Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke Licht am Ende des Tunnels. Unser Bahnhof wird bis 2026 barrierefrei. Dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten.

    Interessant sehen wir den Bahnhalt Neugablonz. Nicht nur für unseren größten Stadtteil, sondern wir glauben auch, dass die umliegenden Gemeinden davon profitieren können. Es wäre ein schönes Projekt für kommunenübergreifende Zusammenarbeit.

    Weniger positiv bewerten wir den Bahnhalt im Haken. Wir sehen ihn  kritisch und in unseren Augen ist er nicht notwendig.

    Hohe Priorität für uns hat der vierspurige  Ausbau der  B12. Damit wird Kaufbeuren an das bundesweite Fernstraßennetz attraktiv angebunden. Ich darf an die nahe Vergangenheit erinnern als die Zusage für den Ausbau zur Ansiedlung von Unternehmen mit ausschlaggebend war.  Aber bei aller wirtschaftlicher Notwendigkeit ist für uns der wichtigste Punkt die Verkehrssicherheit.

    Das Thema Verkehrssicherheit hat Priorität: Dazu zählen wir auch das  Fuß- und Radverkehrskonzept für Kaufbeuren. Es ist schön, dass wir es einstimmig beschlossen haben. Mit einer breiten Bürgerbeteiligung haben wir eine Vielzahl von Maßnahmen definiert. Wir wollen die Fuß- und Radwege attraktiver und sicherer machen und ein Zeichen für die Umwelt setzen.  Das Fahrrad ist in der Innenstadt eine echte Alternative zum Pkw. In unseren Augen hat sich die Einbindung der Bürgerinnen und Bürgern bewährt.

    Schade – aber coronabedingt verständlich ist für uns die Absage des Umwelttages 2021. Uns wurde ein sehr interessantes und attraktives Konzept mit einer großen Breite vorgestellt und wir freuen uns schon auf den Umwelttag 2022 in Kaufbeuren.

    Eine Ära ging zu Ende: das alte Eisstadion ist verschwunden. Dafür sollte an dieser Stelle eine Schokoladenerlebniswelt entstehen. Heute erfuhren wir, dass dieses Projekt an diesem Standort nicht weiter verfolgt wird. Wir hätten es uns gut vorstellen können.

    Dafür freuen wir uns über die Gewerbeansiedlung der Fa. Hirschvogel.

    Gute Nachrichten brachte unser Landtagsabgeordneter B. Pohl vom Freistaat zum Thema Neubau des Polizeigebäudes. 4 Mio € sind im Haushaltsentwurf vorgesehen und der Spatenstich könnte 2022 erfolgen.

    Große Erleichterung brachte die Nachricht unseres Bundestagsabgeordneten Stefan Stracke über den Erhalt unseres BW-Standorts mit seinen bisherigen Aufgaben.

    Als letzter Punkt noch ein paar Worte zum Mehrgenerationenhaus. Ich glaube mit den neuen Räumlichkeiten sind wir gut für die Zukunft aufgestellt. Die Förderzusage des Bundes für die kommenden 8 Jahre bringt Planungssicherheit. An dieser Stelle danke ich abermals unserem Bundestagsabgeordneten Stefan Stracke, der dieses Projekt immer unterstützt und nie aus den Augen verloren hat.

    Zum Schluss danke ich unserem Kämmerer H. Pferner mit seinem Team für die Haushaltsaufstellung. H. Pferner hat in diesen schwierigen Zeiten Ruhe bewahrt, ist immer auf die Wünsche des Stadtrates eingegangen und hält die Stadt Kaufbeuren in sicherem finanziellem Fahrwasser.  

    Ebenso danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den einzelnen Ämtern der Stadtverwaltung für die durchgängige Budgetdisziplin bei der Erstellung des Haushalts.haltsplanes 2021.

    Die Kaufbeurer Initiative stimmt dem Haushalt 2021 mit seinen Anlagen zu.

    Ernst Holy