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Kategorie: Fraktion

  • Ergebnis Kommunalwahl 2020

    Liebe Freunde und Wähler der Kaufbeurer Initiative,

    erst einmal vielen Dank für die Unterstützung und Stimmen. Mit einem Verlust von zwei auf vier Sitze für die nächsten sechs Jahre, konnte unser Wahlziel leider nicht erreicht werden. Es ist uns nicht gelungen, besonders die jungen Wähler zu erreichen. Das wird unsere Aufgabe für die nächsten sechs Jahre. Der landesweite Trend zu den Grünen war absehbar und somit gab es außer den Grünen keinen Wahlsieger, welcher bereits in der vorhergehenden Legislaturperiode vertreten war. Der Stadtrat wird zu fast 50% neu besetzt und es kommen drei neue Gruppierungen dazu. Somit sind es nun neun Gruppierungen im Stadtrat. Damit wird die Arbeit im Stadtrat nicht leichter. Wir werden weiterhin unserem Leitspruch „Das Beste für die Stadt“ treu bleiben und danach überparteilich entscheiden.

    Nochmals vielen Dank an alle die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir wünschen allen künftigen Stadtratskollegen viel Erfolg und auf eine gute Zusammenarbeit. Zudem wünschen wir unseren vier Stadträten, Ernst Holy, Alexander Uhrle, Robert Klauer und Werner Stumpe alles Gute für die nächsten sechs Jahre.

  • Haushaltsrede 2020

    Die diesjährige Haushaltsrede ist deutlich geprägt von den finanziellen Unsicherheiten, welche die Ausbreitung des Coronavirus für unseren städtischen Haushalt mit sich bringt. Wir fahren wie im dichten Nebel auf Sicht und können nur hoffen, dass für die wichtigsten Vorhaben die Finanzkraft ausreicht.

    Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wird das öffentliche Leben lahmgelegt, aber auch zahlreiche Unternehmen leiden erheblich darunter. Die Verluste der Betriebe führen auch im städtischen Haushalt zu wegbrechenden Einnahmen, und vor allem die Unsicherheit erfordert verantwortungsvolles Handeln. 

    Wir müssen unbedingt die Ausbreitung des Coronavirus so verlangsamen, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Darum sind die Maßnahmen der Bayer. Staatsregierung richtig. Sie sind zwar hart aber notwendig.

    An dieser Stelle danken wir allen die die Versorgung und Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sicherstellen. Sei es in den Krankenhäusern, Lebensmittelgeschäften, Pflegediensten, Polizei, Feuerwehr, IT-ler, Müllabfuhr, sämtliche Hilfsorganisationen sowie allen anderen Menschen, die sich im Kleinen und Großen für die Gesellschaft einsetzen.
    Sie alle sind aktuell die Helden unserer Stadt und unseres Landes.

    Doch nun einige Positionen die uns wichtig sind und für die wir uns auch unter den aktuellen Bedingungen einsetzen werden:

    Wir setzen uns ein für Konzepte die das Wohnen und die Nahversorgung in unserer Altstadt sichern. Dafür muss die Kommune Verfahren entwickeln und Prozesse in Gang setzen, die über das bisherige Engagement deutlich hinausgehen. Ist es zum Beispiel möglich, neben gezielten Förderprogrammen auch mit  einer Änderung der Bauordnung die Kosten zu senken und somit  die Sanierung von Altstadtgebäuden interessant zu machen?

    Wir sind für eine wachsende Stadt. Wir setzten auf eine effiziente Verwendung unserer wenigen Flächen. Auf dem Gebiet unserer Stadt müssen wir deshalb verstärkt  an die mehrgeschossige Nutzung von Grundflächen in der Tiefe wie in der Höhe diskutieren. Zudem müssen Anreize geschaffen werden die das Nutzen von Baulücken interessant machen.

    Bei größeren Neubaugebieten wie z.B. beim Afraberg haben wir uns für feste Anteile an Sozialwohnungen eingesetzt und das werden wir auch in Zukunft tun. Wir brauchen Investitionen der Stadt im Wohnungsbau. Neue Baugebiete sind mit flächensparender Architektur zu planen und dem Angebot und der Nachfrage anzugleichen. Wir brauchen mehr familiengerechten Wohnraum.


    Die KI hat 2019 das Vernetzungs- und Umweltbildungskonzept eingebracht. Das gilt es in Zusammenarbeit mit dem Landkreis zu verwirklichen. Alle vorhandenen und neuen Bereiche sind auf ihre Klima- und Zukunftsfähigkeit hin zu prüfen, besonders die Mobilität und Energie. Der von uns initiierte Umwelttag soll für alle eine zusätzliche Motivation sein.

    Es ist uns bewusst, dass klima-und umweltfreundliches Verhalten teurer und auch unbequemer sein kann als bisherige gewohnte Abläufe. Auf die Dauer gibt es aber keine Alternative dazu.

    Die Stadt Kaufbeuren investiert aktuell überdurchschnittlich hohe Beträge in den Bau und die Ausstattung von Schulen. Die größten Positionen sind momentan die Renovierungen des Brucker-Gymnasiums, der La-Roche-Realschule und der Gustav-Leutelt-Schule. Die ansteigenden Schülerzahlen, die Rückkehr zum 9-jährigen Gymnasium und der Trend zum längeren Schulbesuch addieren sich in ihrer Auswirkung zu den verstärkten Ausgaben für die Digitalisierung, insbesondere auch an der Berufsschule. Kaufbeuren bietet eine sehr vielfältige Schullandschaft, sie ist ein wichtiger Beitrag zur Attraktivität der Stadt für Familien. Leider bremst uns der dürftige Landeszuschuss von durchschnittlich 50% regelmäßig aus, aber alle Beteiligten werden das Prädikat Schulstadt auch künftig im Auge behalten.

    Die Wohn-und Lebensqualität für Senioren in der Stadt Kaufbeuren ist uns wichtig. Die Selbstständigkeit ist möglichst zu erhalten. Unser besonderer Dank gilt allen Altenpflegerinnen und -pflegern die die häusliche Pflege, das betreute Wohnen, die Kurz- oder Intensivpflege möglich machen. Ebenso danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unseren Senioreneinrichtungen.

    Das Mehrgenerationenhaus ist ein gelungenes Beispiel für eine gute Zusammenarbeit aller Generationen. Das Generationenhaus hat sich die letzten Jahre immer mehr als „Knotenpunkt“ entwickelt.

    Durch ein starkes Netzwerk bildeten sich viele Kooperationen wie z. B. VHS, Stadtjugendring, Rotes Kreuz, Familienstützpunkte und viele mehr auch mit städt. Einrichtungen. Besonders in der Vermittlung von Ehrenamt hat sich die Freiwilligenagentur im Generationenhaus etabliert. Aktuell unterstützt die Freiwilligenagentur „Knotenpunkt“ die Aktion Nachbarschaftshilfe von Humedica beim Vermitteln von freiwilligen Helfern bei der „Coronakrise“. So ist es auch zu verstehen, dass das Generationenhaus mit seinen vielfältigen Angeboten mehr Platz benötigt und besser erreichbar sein möchte. Deswegen fordern wir eine räumliche Verbesserung.

    Zum Schluss danke ich unserem Kämmerer H. Pferner mit seinem Team für die Haushaltsaufstellung. Es kommen mit Sicherheit keine einfachen Zeiten auf die Kämmerei zu. Ebenso danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den einzelnen Ämtern der Stadtverwaltung für die durchgängige Budgetdisziplin bei der Erstellung des Haushaltshaltsplanes 2020.

    Die Kaufbeurer Initiative stimmt dem Haushalt 2020 mit seinen Anlagen zu.

    Ernst Holy

  • Stellungnahme von Alexander Uhrle zum Abriss des Eisstadions

    Bei der Stadtratssitzung am vergangenen Dienstag wurde der Abriss des Eisstadions final beschlossen. Auch wenn hierbei natürlich mein Herz blutet, ich bin quasi in diesem Stadion groß geworden und habe viele Kindheitserinnerungen daran, ist es laut Gutachten der einzige richtige Schritt. Da die Nachnutzung aber noch nicht feststeht, stellte ich noch, ergänzend zum Beschluss aus der vorangegangenen Bauausschuss-Sitzung, den Antrag auf Prüfung zum Erhalt der Betonpiste, um diese anderweitig, bis die finale Nachnutzung feststeht, noch nutzen zu können. Die Diskussion eröffnete hierzu unser Fraktionssprecher Ernst Holy, welche ich weiterführte. Mir persönlich ging es darum, dass die Fläche nicht über einen unbekannten Zeitraum brach liegt, sondern noch quasi als Erweiterung des Parks, was auch eine Idee für die Weiternutzung der Stadionfläche ist, genutzt werden kann wie z. B. für Veranstaltungen oder Sport. Eine Idee wäre, zugegeben etwas träumerisch, gewesen, dass man im Winter eine Kunststoffeisfläche, ähnlich wie die Miniaturform am Kirchplatz und installiert, noch zwei drei Buden aufstellt, um hier ein kleines ergänzendes Winterangebot zu schaffen.
    Seitens der Verwaltung und auch der anderen Fraktionen kamen Einwände, z. B. dass Wasser auf der Fläche nicht ablaufen würde, sowie sich hierdurch der Abriss verteuern würde. Zudem müsste man das Areal besonders sichern. Diesen Argumenten konnten weder die Fraktion der Kaufbeurer Initiative noch die der Freien Wähler folgen, welche für den Antrag stimmten. Denn woanders ginge es auch. Zudem war der Antrag lediglich auf PRÜFUNG des Erhalts und nicht dass diese unbedingt erhalten wird.
    So bleibt es nun wie es ist: Das Stadion wird komplett abgerissen, inklusive der Betonfläche/Eispiste ohne einer Prüfung auf Erhalt dieser. Wann und wie es dann mit dem Gelände weiter geht, wird sich noch zeigen.
    Ich persönlich mich noch für die Unterstützung der Freien Wähler bedanken.

  • Anträge im Verwaltungsausschuss

    Die Kaufbeurer Initiative stellte zwei Anfragen im letzten Verwaltungsausschuss:

    Im Internet kam die Diskussion bezüglich der Graffitis am alten Eisstadion auf. Mit dem Abbruch verschwindet auch die Möglichkeit zur StreetArt. Die Verwaltung wurde gebeten andere Möglichkeiten zu prüfen. wie z. B. am Elefantenklo oder an Brückenwänden über die Wertach.

    Die Plätze um die Container werden immer mehr vermüllt. Sämtlicher Müll, vom Rest- bis zum Sperrmüll, werden hier abgelagert. Wir fordern eine bessere Überwachung mit entsprechenden Bußgeldern. Dies wurde auch von OB Stefan Bosse zugesagt.
    Wir können uns auch eine finanzielle Belohnung für Bürgerinnen und Bürger vorstellen die solche unerwünschten Müllentsorger der Stadt mitteilen.

  • Besuch Technologie-Transfer-Zentrum und Anregung Wertstoffinsel

    Vor der letzten Stadtratssitzung besuchten unsere Stadtratsmitglieder Robert Klauer und Alexander Uhrle den Vortrag von pro-micron und der Hochschule Kempten zum Thema Digitalisierung in der Zerspanung. Nachfolgend ein Eindruck von Alexander Uhrle

    Bevor es gestern zur Stadtratssitzung ging, luden die Hochschule Kempten und die Firma Pro-micron GmbH zur Vorstellung des neuen Technologie-Transfer-Zentrums für Digitalisierung in der Zerspanung ein. In einem Rohbau folgte ich bisher noch keinem Vortrag, dieser schuf aber eine interessante Atmosphäre auf Bevorstehendes: Man möchte in Kaufbeuren das Epi-Zentrum in diesem Sektor werden. Ich selbst dachte mir, was, laienhaft ausgedrückt, an dem Bohren von Löchern, außer der Maschinensteuerung schon groß digitalisiert werden kann, aber weit gefehlt: Durch die Anbringung von vielen Sensoren im Werkzeug wie dem Bohrkopf selbst und der Hilfe von Big Data, kann eine KI aus den Daten lesen, ob die Bohrung wie gewünscht abgelaufen ist oder das Werkzeug noch in Ordnung ist, was man meist nicht so einfach während des Betriebs erkennen kann. Dem entsprechend können z. B. weitere automatisierte Prozesse folgen. Die Schwierigkeit hier ist nicht nur das Anlernen der KI sondern auch das Verbauen der Sensoren, denn jeder kann sich vorstellen, wie die Bedingungen innerhalb eines Bohrers bei 21.000 Umdrehungen sind. Die Sensoren müssen aber zuverlässig liefern. Das ist wirklich sehr spannend was hier in Kaufbeuren passiert :-).

    Vielen Dank für den Vortrag an die Hochschule Kempten und pro-micron!

    In der darauffolgenden Stadtratssitzung regte Alexander Uhrle an, bei einer Verlagerung des Wertstoffhofes der Liegnitzer Straße, eine Wertstoffinsel dort einzurichten. Dies nahm die Verwaltung mit.

  • 25 Jahre Bürgermeister-Umlandtreffen

    Zum 25. Mal trafen sich die Bürgermeister aus dem Kaufbeurer Umland in geselliger Runde

    1992 stellte die Kaufbeurer Initiative den OB-Kandidaten Bernhard Wachter. Im Wahlkampf warben wir unter anderem für die Zusammenarbeit der Stadt Kaufbeuren mit dem Umland. Die OB-Wahl ging bekanntlich leider verloren, aber die KI zog 1996 als Fraktion in den Kaufbeurer Stadtrat ein. Im gleichen Jahr luden wir die Bürgermeister der direkt an Kaufbeuren angrenzenden Gemeinden zum ersten Austausch zwischen Stadt und Land ein und gründeten das Umlandbürgermeistertreffen mit der KI. Bei jedem Treffen wurden politische Themen diskutiert und freundschaftliche Beziehungen gepflegt.
    Wir sind sehr dankbar, dass die Bürgermeister uns das Vertrauen schenkten und das Treffen dieses Jahr zum 25. Mal stattfindet. Spruch von des Altbürgermeister von Mauerstetten und stellvertr. Landrat Alexander Müller: „Die KI hat die Tür zum Umland aufgestoßen.“

  • Aktualisierung Antrag Livestreaming

    Im September 2020 reichten Maximilian Nocker von der Generation KF und Alexander Uhrle von der Kaufbeurer Initiative e. V. den gemeinsamen Antrag zur Durchführung von Tests eines Livestreamings ein. Dem Antrag wurde noch ein Konzept für einen möglichen Proof of Concept beigefügt, welcher die technischen Möglichkeiten eines Livestreamings beleuchtete.

    Dieser Antrag wurde Anfang Dezember im Verwaltungsausschuss diskutiert. Hierbei wurden mehrere Bedenken geäußert, z. B. bezüglich des Datenschutzes, der Kosten oder wie sich die Diskussionskultur innerhalb der Gremien hierdurch verändern könnte. Leider gab es aus den Augen der beiden Autoren des Antrages mehrere Missverständnisse, besonders jedoch in Bezug auf die Kosten. Die Verwaltung nahm als Beispiel die Kosten für den Livestream des Stadtrates der Stadt Pfaffenhofen / Ilm in Höhe von ca. 1.500€. Diese entstünden aber durch die externe Produktion sowie den deutlich höheren technischen Aufwand als wie es im Konzept von Generation KF und Kaufbeurer Initiative vorgeschlagen wurde. Gegen Ende der Diskussion wurde der Antrag auf unbestimmt verschoben.
    Da nun klar war, dass es wohl mehr Ungereimtheiten bezüglich des Livestreams gäbe, hat die Generation KF und die Kaufbeurer Initiative den Antrag aktualisiert. Hierbei wurden die Bedenken und auch die Empfehlungen der Verwaltung berücksichtigt.

    In der aktualisierten Version beantragen Maximilian Nocker und Alexander Uhrle die Durchführung zweier Testübertragungen von Ausschüssen. Die technischen Arbeiten hierzu erfolgen durch die Fraktionen der Generation KF und der Kaufbeurer Initiative in Abstimmung mit der Verwaltung. Die Kosten für diese beiden Tests übernehmen ebendiese. Mit diesem Test sollen die genauen Kosten und Aufwände, sowie der Einfluss auf die Diskussionskultur durch den Livestream im Stadtrat ermittelt werden. Aufgrund der seitens des Datenschutzbeauftragen geäußerten Argumente wird nun von einer Archivierung des Livestreams abgesehen.

    Wann die aktualisierte Version des Antrages diskutiert wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

  • Stellungnahme Turnhalle Krautlussweg

    Die Verwaltung informiert, dass eine Verbreiterung der Turnhalle an diesem Standort nicht möglich ist. Die Diskussion drehte sich folglich um die Höhe der Halle. Vom DjK Kaufbeuren wurden wir informiert, dass im Volleyball eine Hallenhöhe von mindestens 7 m verbandsseitig vorgeschrieben ist. Dafür steht die gesamte KI-Fraktion. Leider konnten nur zwei Fraktionsmitglieder an der Sitzung teilnehmen. Die Restlichen waren durch Geburt eines Kindes und einer OP verhindert.  Wir stellten den Antrag die Halle mit 7 m Höhe zu bauen. Unterstützt wurden wir dabei von der Generation KF. Sämtliche anderen Fraktionen überstimmten uns und der Beschluss wurde mit 6m Hallenhöhe gefasst. 

  • Das profitaugliche Eisstadion kommt

    Das profitaugliche Eisstadion kommt

    Beim gestrigen Bürgerentscheid votierten 8.132 Bürgerinnen und Bürger (60% der Stimmen) für das profitaugliche Eisstadion.

    Die Kaufbeurer Initiative hat es sich bei den Sitzungen im Juli 2014 nicht leicht gemacht. Es galt zu klären: Wo entsteht ein Eisstadion? Wie groß soll es sein? Auf welche Art soll es finanziert werden?

    Die KI-Fraktion setzte sich im Stadtrat einstimmig für ein profitaugliches Eisstadion am Berliner Platz mit einer Kapazität von 3500 Zuschauern ein.
    Betrieben durch das Kommunalunternehmen Eisstadion Kaufbeuren.

    Wir danken den Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürgern die mit dem Bürgerentscheid diese Beschlüsse bestätigt haben. Jeder Demokrat wird diese Entscheidung akzeptieren.
    Die Sorgen der Gegner nehmen wir ernst und setzen auf einen breiten Dialog.

  • Bericht des Bauhofpflegers Hans Häußer im Stadtrat vom 31.05.2016

    Bericht des Bauhofpflegers Hans Häußer im Stadtrat vom 31.05.2016

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    liebe Kolleginnen und Kollegen,

    ich möchte Ihnen heute über meine Arbeit als Bauhofpfleger berichten, aber zuerst den Bauhof und seine Aufgaben vorstellen. Diese Beschreibung der Tätigkeiten des Bauhofs soll ihnen aufzeichnen, in welchen Bereichen der Bauhof tätig ist.

    Im Bauhof sind 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 2/3 Facharbeiter.

    Der Fuhrpark ist besetzt mit zwei Kfz.-Meistern, 3 Mechanikern und einem Helfer. Sie betreuen 156 Fahrzeuge mit zugelassenen Kennzeichen, 207 Geräte, z.B. Rasenmäher und Kleingeräte, 32 Schneepflüge 29 Streuer, 8 Pool Fahrzeuge auf die dann über 190 Mitarbeiter der Stadt Zugriff haben.

    In der Gärtnerei sind 1 Gärtnermeisterin, 6 Gärtner und 7 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Mitarbeiter betreuen z.B. 21 Fußballfelder der Sportvereine und Schulen, welche etwa 25 mal gemäht werden müssen. Das ergibt rund 4 Millionen qm Fläche.

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    Dazu kommen etwa 3000 qm Wechselbepflanzung, etwa 17.000 qm Heckenschnitt, ca. 11.000 qm Beetepflege  und etwa 100 qm Dauerbepflanzung. Das mehrmalige Mähen der städtischen Rasenflächen mit Kleinrasenmähern ergibt rund 460.000 qm. Mit dem MULAG (Unimog mit automatischem Mähwerk für die Straßenränder) werden 890. 000 qm bearbeitet.

    Auch der Friedhof mit 9 Mitarbeitern gehört zum Bauhof. Dort sind rund 159 000 qm Fläche zum Betreuen. Es fallen 4,46 km Heckenschnitt, 400 cbm Erdaushub und 375 cbm Grüngutabfälle an. Außerdem werden 27 Ehren- und Stiftergräber gepflegt.

    Schreinerei: Betreut sämtliche Spielplätze, erneuert Zäune und ist für die Bänke und Sitzgelegenheiten in Kaufbeuren zuständig.

    Die Elektriker betreuen  43 Ampelanlagen. Die Straßenbeleuchtung wird ständig auf den neuesten Stand gebracht, alte Beleuchtungskörper ausgewechselt und mit LED Leuchtmittel bestückt. In der kürzlich  erschienen Rathauspost wird die Umrüstung auf LED ausführlich beschrieben

    Zur Müllabfuhr:  In Kaufbeuren stehen12.395 Mülltonnen für Rest- und Biomüll zur Verfügung.

    Es fallen 5.500to Restmüll und 3.280 t Biomüll an. Für die Entsorgung sind 2 Restmüllfahrzeuge und 1 Biomüllfahrzeug mit 9 Mitarbeitern im Einsatz..

    In Kaufbeuren hängen über 500 Papierkörbe. Die Leerung dieser Papierkörbe  ergibt rund 2545 cbm Müll im Jahr. Dazu kommt noch der anfallende Müll bei den Wertstoffinseln. Weiter stehen für die Hundehalter 61 Hundetoiletten und 18 Tütenspender zur Verfügung.

    Laut Auskunft vom Gewerbeamt sind in Kaufbeuren  1700  Hunde angemeldet. Um die Hundehäufchen auf den Straßen zu verhindern, legt der Bauhof jährlich über 600.000 Tausend Hundetüten bereit. Somit hat jeder Hund in Kaufbeuren jährl. ca. 350 Tüten zur Verfügung.

    Bei einer Befragung von Hundebesitzern gaben diese freundlich lächelnd zu, dass sie die Tüten auch zu Hause als Abfalltüten benutzen.

    Wie läuft nun das ganze Jahr im Bauhof ab und welche Arbeiten sind zu bewältigen?

    Für den Bauhof beginnt das neue Jahr um 00.20 Uhr am 1. Januar auf der Spittelmühlkreuzung. Bei der lustigen Sylvesterfeier auf der Kreuzung fallen große Mengen an abgebrannten Raketen, leeren und zerbrochenen Flaschen und sonstiger Müll an.

    Mit zwei Kehrmaschinen und 12 Mann ist die Kreuzung innerhalb 3 Stunden wieder sauber und für den Bürger wieder frei befahrbar. Sollte in dieser Zeit auch noch Schneefall und Glatteis herrschen, sind ab 02.00 Uhr, je nach Bedarf, 9 Räumfahrzeuge unterwegs. Gleichzeitig werden ab 06.30 Uhr die Gehsteige und Radwege geräumt. Das gesamte Bauhof Team steht für den Winterdienst bereit und ist im Alarmplan eingeteilt. Oberste Priorität beim Winterdienst haben die Hauptstraßen und die Zufahrt zum Klinikum, um für die Bevölkerung eine sichere und schnelle medizinische Versorgung zu gewährleisten.

    Beim Winterdienst 2015/2016 wurden von den Räumfahrzeugen 7509 km zurückgelegt und 1800 Tonnen Salz und Streumittel verbraucht.

    Geht der Winter langsam zu Ende wird bereits mit der Bepflanzung der Kreisverkehre und mit den Anpflanzungen des Blumenschmucks in der Stadt begonnen. Gleichzeitig werden Vorbereitungen für das Tänzelfest begonnen (z.B. Bereitstellen und herrichten der Dekorationen, säubern des Tänzelfestplatzes und vorbereiten der Umleitungsbeschilderung). Beim Lagerleben ist der Bauhof an beiden Tagen ab 04.00 Uhr mit 40 Mitarbeitern und zwei Kehrmaschinen unterwegs, um am nächsten Tag den Bürgern von Kaufbeuren wieder eine saubere Stadt zu übergeben.

    Mit dieser kurzen und unvollständigen Beschreibung über die Arbeit des Bauhofes möchte ich ihnen und den Bürgern von  Kaufbeuren darstellen, dass der Bauhof Tag und Nacht bereit ist, um den Bürgern Sicherheit und Sauberkeit zu geben.

    Die Verwaltung ist tagsüber für die Bürger telefonisch erreichbar und nimmt sich der Sorgen und Beschwerden der Bürger an. 

    Nun aber zu meiner Tätigkeit als Bauhofpfleger:

    Ich bin mit dem Bauhofleiter Herrn Buchs in ständigem Kontakt, ob telefonisch oder persönlich im Bauhof, bin bei Dienstbesprechungen und bei Besprechungen mit umliegenden Gemeinden dabei.

    Der Bauhof hat im Jahr etwa 16.000 Kundengespräche. Dabei handelt es sich zum Teil um Beschwerden von Bürgern, aber auch um Anregungen für Verbesserungen, sowie auch um  viel Lob über die Tätigkeit des Bauhofs. 

    Die Beschwerden der Bürger werden sehr ernst genommen. Herr Buchs und ich suchen die Beschwerdeführer auf und es stellt sich oft heraus, dass es um Nachbarschaftsstreitigkeiten  geht. In den meisten Fällen um nicht geräumte Gehsteige im Winter, im Sommer um überhängende Äste und Zweige oder Hecken, welche die Sicht behindern oder um Baustellen  im Stadtgebiet. 

    Überwiegend können die Probleme vor Ort beseitigt werden und man versucht mit dem Bürger zu einer Lösung zu kommen, welche von  beiden Seiten akzeptiert werden kann.

    Im Bauhof bin ich Ansprechpartner der Beschäftigten die mit verschiedenen Anliegen zu mir kommen, welche wir dann gemeinsam und im besten Einverständnis lösen. In den langen Jahren als Bauhofpfleger kann ich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Belegschaft vom Bauhof zurückblicken.

    Der Bauhof ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen. Dies beweisen mehreren Auszeichnungen im Jahr 2014 und 2015 unter anderem in der Zeitung KOMMUNAL TECHNIK  mit dem  IMAGE AWARD 2014, mit dem 1. Platz der Außendarstellung der Bauhöfe Deutschlandweit, sowie mit einer Zertifizierung für einen Entsorgungsfachbetrieb.

    Für die Zeitung Kommunal Technik schreibt Herr Buchs in diesem Jahr das kommunale Tagebuch. Alle zwei Monate berichtet er über die Arbeiten des Bauhofs und stellt gleichzeitig die Stadt Kaufbeuren vor.

    Diese Fachzeitung erscheint deutschlandweit.

    Zum Schluss möchte ich mich bei Herrn Buchs, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs, sowie bei Herrn Carl für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.